zurück zur Startseite


 















  Grußworte anlässlich der 3. Deutschen Meisterschaft im Straßenfußball der Wohnungslosen in Hannover

 


„Der Ball ist rund“, „Der nächste Gegner ist immer der schwerste“, „Ein Spiel dauert neunzig Minuten“ - Sie alle kennen die Aussagen von Sepp Herberger, die neben ihrem direkten Bezug zum Fußball inzwischen den Status von allgemeinen Lebensweisheiten erlangt haben.

Eher weniger bekannt ist, dass sich Herberger Zeit seines Lebens für die Sozialschwächeren einsetzte. „Wer oben ist, der darf die unten nicht vergessen“, lautete seine Philosophie abseits jeder Fußballweisheit. Ihren Niederschlag findet sie in den Aktivitäten der 1977 gegründeten Sepp-Herberger-Stiftung, deren Vorsitz ich im vergangenen Jahr übernommen habe. Nachhaltiger als viele seiner Weggefährten hat Herberger die unvergleichliche Kraft des Fußballs erkannt. Denn keine andere Sportart hat diese Ausstrahlung bis in die hintersten Winkel einer Gesellschaft. Eine bessere Möglichkeit als den Fußball, um gesellschaftliche Ausgrenzung zu überwinden, gibt es deshalb kaum.

Weil Fußball auf der ganzen Welt diese Aura besitzt und in mehr Ländern gespielt wird, als die Uno Mitglieder hat, wurde 2003 mit der ersten Austragung des „Homeless Word Cup“, der Weltmeisterschaft der Wohnungslosen, ein Meilenstein zur weltweiten Nutzung der lebenverändernden Kraft des Fußballs gesetzt.

Der beeindruckende Erfolg dieser seitdem jährlich ausgetragenen Veranstaltung hat ihren Niederschlag in der nationalen Meisterschaft gefunden. In Hannover erleben wir in diesem Jahr bereits die dritte Deutsche Meisterschaft im Straßenfußball der Wohnungslosen. Dafür gebührt den Organisatoren, der Jugendwerksiedlung Hannover und dem Bundesverband sozialer Straßenzeitungen, mein Dank und meine Anerkennung. Ich bin mir sicher, dass dieses Turnier und nicht zuletzt die dafür nötige Vorbereitung den Teilnehmern eine neue Motivation in ihrem Leben geben wird.

Ich wünsche allen Spielern einen angenehmen Aufenthalt in Niedersachsens Metropole und die Erfüllung ihrer Ziele – im Turnier, vor allem aber in ihrem Alltag.


Karl Rothmund
Präsident des NIEDERSÄCHSISCHEN FUSSBALLVERBANDES

 

zurueck





© Jugendwerksiedlung e.V. • Bollnäser Str. 18 • 30629 Hannover