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Sehr geehrte Fußballanhänger,
mit der „3. Deutschen Meisterschaft im Straßenfußball 2008“ findet ein außergewöhnliches Fußballereignis in Hannover statt. Die Teilnehmer dieses Turniers sind nicht die berühmten Stars von Hannover 96, die in der Bundesliga spielen, sie stehen gesellschaftlich leider im Abseits: es sind wohnungslose und suchtkranke Menschen. Die Spiele auf dem Kleinfeldplatz mitten in Hannover setzen daher auf die motivierende und anspornende Kraft des Fußballs, gerade für die Protagonisten. Fußball integriert und verbindet Menschen: Fußball lehrt soziales Verhalten und Teamfähigkeit, es fördert ein Zusammengehörigkeitsgefühl, setzt bestimmte Regeln voraus, an die man sich halten muss. Es werden, neben dem regelmäßigen Training, ein gewisser Ehrgeiz und ein besonderes Pflichtbewusstsein vorausgesetzt, um erfolgreich zu sein und um als Team gemeinsam etwas zu erreichen. Dies sind sicher Fähigkeiten, die es den Menschen leichter machen könnten, wieder in ein normales Leben zurückzukehren. Und wie zahlreiche Beispiele aus der Vergangenheit belegen, nehmen die Spieler die Motivation aus dem Turnier mit und versuchen für sich eine neue Chance im Leben zu finden. Die Teilnehmer können aber auch gleichzeitig bei diesem Turnier Vorbilder für andere Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen, werden und so ihren Beitrag zur Reintegration leisten. Diese Fußballmeisterschaft ist aber nicht nur für die Aktiven eine Chance. Die Meisterschaft rückt die Probleme Armut und Obdachlosigkeit erneut ins öffentliche und mediale Rampenlicht und kann damit für neue Impulse in der Öffentlichkeit sorgen. Ich hoffe daher, dass dieses Fußball-Event, das die Jugendwerksiedlung der ev.-luth. Landeskirche Hannovers ausrichtet - deren Team im letzten Jahr Deutscher Meister und 2006 Vizemeister wurde - mit dazu beitragen wird, dass in der Öffentlichkeit den Themen Wohnungslosigkeit und Armut zukünftig etwas vorurteilsfreier begegnet wird.
Ich wünsche allen Teams, den Zuschauern und den Organisatoren etwas von dem viel gelobten Hannoverschen Sommermärchen bei der WM 2006 – schönes Wetter, begeisterungsfähiges Publikum, faire Spiele und viel Freude am gemeinsamen Dialog rund um den Fußball.
Ihr

Martin Kind
Präsident und Geschäftsführer
Hannover 96
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